Newsletter #2: Die Verfassungsfeier. Einigkeit und Recht und Freiheit

19. Mai 2019

Überblick und Infos zum Programm des CORSO LEOPOLD. Teil 2.

Manchen Zeitgenossen ist Steve Bannon bekannt als Mentor des US-Präsidenten. Diesen Geist will der Corso Leopold sehr energisch zurück in die Flasche stopfen, wenn er sagt:

„Nach der Wahl wird jeder Tag in Brüssel Stalingrad sein. Die Nationalisten werden zusammenarbeiten“.

Stalingrad! Whow. 

So denkt Steve Bannon über die Europawahl. Und meint dabei auch unsere Verfassung, den Zustand unseres Staatswesens

Wir aber feiern unsere Verfassung, unsere freiheitliche Kultur, unsere Heimat Europa,. Nationalisten haben da keinen Platz. Wir haben sie von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Unsere Programmplanung ist nun fertig, der Flyer geht im Druck. Einigkeit und Recht und Freiheit und Europa sind unsere leitenden Ideen. Wir bringen diese Ideen am 25./26.Mai auf die Straße. 

Staatsminister Dr. Florian Herrmann und Oberbürgermeister Dieter Reiter werden die Großveranstaltung am 25. Mai, ab 16.00 Uhr auf der Münchner Freiheit eröffnen. 

Wir erwarten zum Fest, wie jedes Jahr, mehr als 250.000 Besucher. 

Auf 29 Programmplätzen und 18 Bühnen stellen Dichter, Sänger und Kabarettisten ihre Lieder und Texte vor, es spielen Dutzende von Bands aus allen Musikrichtungen, es diskutieren Kandidaten zur Europawahl mit ihren Wählern, es drängen sich die Menschen zwischen – neuerdings – Schwabinger Tor und Siegestor. Es wird viel auf Augen und Ohren geben. Schwabing leuchtet auf dem schönsten Boulevard der Stadt.

Als größtes Kulturfest Europas sind wir längst fester Bestandteil im Veranstaltungs-Kalender Münchens geworden. Kaum noch übersehbar ist das Programm. 

Bitte folgt uns auf einem Flug über Leopoldstraße, oder lasst, ersatzweise, bei mangelnden Flugeigenschaften, den Blick über den Programm-Flyer von oben nach unten (Norden nach Süden) schweifen … 

Also beginnen wir beim Schwabinger Tor …

... wo weithin sichtbar im Norden das Schwabinger Tor steht, Münchens modernstes und neuestes Stadtquartier. Es gibt den Rahmen des Einigkeitsfestes ab. Dort wird die Groß-Installation WORLD 1 zu sehen und zu hören sein, ein dramatisches Hochhaus-Videomapping made by Betty Mü, technische Realisation made by Indivisualist Raphael Kurik. Music by Deejay La Loakaii, master of turntablism. Ein Spektakel für BASS und LICHT.

Die Inszenierung: Inmitten der urbanen Fassaden am Tramhalt (Achtung, sie fährt, kommt vom Parzivalplatz!) findet sich der Besucher in einem riesigen, 60 Meter hohen Klangraum wieder. Eine Weltpremiere. Die elektronische Bass-Musik von DJ La Loakaii befeuert emotionale Lichtskulpturen (Video-Mapping) auf dem dreidimensionalen Projektionsobjekt. Das Publikum steht im Mittelpunkt eines Dramas in drei Akten. Es erhält einen Eindruck davon, wie es ist, auf der einzigen, doch so gefährdeten Welt zu leben. 

WORLD 1 ist die Eine, die Erste, die Letzte. DIE Welt.

Inmitten von Hochhäusern bietet der Corso Leopold damit ein wahres High-Light mit klarer Aussage. Wir wollen einig sein darin, die Welt zu retten. Nur Einigkeit vermag es, nationale Grenzen zu überwinden. Wir erinnern an das Vergangene, Untergegangene, die gegenwärtigen Vernichtungen und wecken Hoffnungen auf eine gute Zukunft. Sie soll keine Grenzen haben, sondern ein neues Ganzes: Einigkeit – mit den Mitteln der Kunst.

Vor dem samstäglichen Hochgenuss wird der geneigte Besucher des Schwabinger Tors ins Galli-Theater gebeten, verliert sich im Treiben des „Tages der Nachbarn“, der nationalen Zentralveranstaltung der nebenan.de-Stiftung. Schwabinger Tor und Corso Leopold beteiligen sich am jährlich stattfindenden Europäischen Nachbarschaftstag. Dieser ist eine Initiative zur Förderung der nachbarschaftlichen Solidarität und des besseren Zusammenlebens in den Städten.In diesem Jahr findet der Nachbarschaftstag am 24. Mai statt. Der Corso Leopold macht am 25./26. Mai daraus das Wochenende der Nachbarschaft​. Bei einem gemeinschaftlich gestalteten Nachbar-Brunch kommen die Bürger ins Gespräch, pflegen bereits bestehende Freundschaften und knüpfen neue Kontakte. 

Oder sie finden sich wieder beim Latin Boogaloo „Across 110th Street“ – also vor der Hausnummer Leo 110. Da gibt es schwer was auf die Ohren, zwei Tage lang.

Weiter geht’s, nach Süden, zum nächsten Highlight, auf das FORUM-E. Dort stellen wir unseren Besuchern die modernsten rollenden Verkehrsmittel zur Verfügung. Flugtaxis zeigen wir erst im September, die entsprechenden Flug-Genehmigungen wurden gerade eingeholt. Leider darf die Tram auf der Strecke nicht fahren – Sicherheitsbedenken. Das KVR ist für uns insgesamt erfreulich aufgeschlossen und kooperativ, sieht aber in der langsam fahrenden Tram ein Sicherheitsproblem für unsere Besucher. Auf dem Rasengleis könnte ja jemand …. 

Dennoch wird das FORUM-E mit Schwabing eine auto- und emissionsfreie Einheit herstellen. Da stehen die ersten in Deutschland für die Straße zugelassenen E-Scooter, E-Autos, Dienstleister, Rikschas, natürlich schöne E-Fahrräder. E-Taxis und ein Pendelbus - nicht nur von der MVG, unserem Partner. Die E-Treter werden grundsätzlich nicht auf Gehwegen fahren dürfen, sondern auf Radwegen. Auf dem Corso Leopold bieten wir an, alle Innovationen auf der Straße ausprobieren. Für nicht zugelassene Fahrzeuge richten wir einen E-Parcours ein. Anbieter und Hersteller weisen die Besucher ein. Wer fahren (ausleihen) will: Personalausweis mitbringen!

Den Mittelpunkt des Corso Leopold bildet die Münchner Freiheit. Hier sollte das suchende Auge des Besuchers geduldig Kreise ziehen. Hier ballen sich die Ereignisse, hier findet sich die erstaunlichste Weitung des Veranstaltungsgeländes. Über die Ungererstraße hinweg stellen wir die Bühne der (Münchner) Freiheit. Hier genießt der Besucher die zweitägige Charivari-Show der besten Münchner Fusion-Bands (natürlich mit Großtalent Buck Roger), er kann dort bis hinein in den späten Abend lauschig unter Bäumen sitzen und sich zB. vietnamesische Köstlichkeiten von Cochinchina im Munde zergehen lassen.

Wenn er von dort den Blick wieder auf die Leo wendet, sollte er sich unserem Neuen Forum der Kunst mit der staunenswerten Kunstinstallation von Martin Blumöhr und Tobias Krug zuwenden. Martin malt live on stage! Beim Betrachten seiner schwebenden Zeitungscollagen aus dem Nachrichtenraum Europa wird der Betrachter nicht allein gelassen - musikalische Begleitung wird passend geliefert.

Im Norden war Einigkeit, nun feiern wir Recht und Freiheit – wo sonst, wenn nicht auf der Münchner Freiheit, die dem Widerstand gegen Gewaltherrschaft und Nationalsozialismus gewidmet ist? Hier ist der richtige Ort um den 70. Geburtstag unsere Verfassung zu feiern.

Also findet sich die Meile der Demokratie, mit Infoständen der demokratischen Parteien (die wir eingeladen haben) und Diskussionen der Europawahl-Kandidaten (hier kann man sie kennen lernen und reden hören – stellen Sie Ihre Fragen!). 

„Unten“ im Forum regiert das Recht. Wir stellen am Samstag von morgens bis abends einen Überblick über die deutsche Rechtsgeschichte her, vorgetragen von Rechtsgelehrten, angereichert durch filmisch dokumentierte Fallbeispiele, u.a. dem Schicksal von Rolf Pohle, der, 1954 in München als Sohn eines Münchener Juraprofessors geboren, sein Abitur am nahen Maximiliansgymnasium abgelegt hatte. 1969 war er wegen der Beteiligung am Barrikadenbau zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden und wandte sich dem Terrorismus zu.

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